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Wo die Spree entspringt...

Die Spree, einer der bedeutendsten Flüsse in Deutschland, 

entspringt aus drei Quellen in den Orten Kottmar, Ebersbach, und Neugersdorf und fließt bis nach Berlin und mündet in Spandau in die Havel.Von der Kottmarquelle erstreckt sich der Spreeradweg, die ersten Kilometer durch das Oberlausitzer Bergland.


Zurück zum Ursprung- Die drei Spreequellen

Spreequelle- die Schönste

Lage: Am Spreeborn, 02730 OT Ebersbach/­Sa.

Spreequelle- die Wassereichste

Lage: Volksbadstraße 9, 02727 OT Neugersdorf

Spreequelle- die Höchstgelegene

Lage:Wolfsgrubenweg, 02739 Kottmar, OT Walddorf

Sagenhaft- die Spreequellsagen

Dies sind nur zwei von vielen Sagen, die sich um die Entstehung der Spreequellen ranken.


Zwerg Gerbod am Kottmar 

Wie die blauen Steine selbst soll auch das Wasser der blauen Steine den  Menschen Glück bringen. Einst schlummerte der eifrige Waldhüter und  Jäger, der Zwerg Gerbod, unter dem Blätterdach der Buchen am Hang des  Bergriesen Kottmar. Neben ihm steckte sein Wurfspieß im Boden. Geweckt  von der Morgensonne richtete Gerbod seinen Blick in die Baumkronen.  Unzählige Elfen tummelten sich da im Blattwerk. Er beobachtete, wie  einige der Elfenkinder in kristallenen Schalen einen glitzernden Inhalt  umher trugen, wobei diese niedlichen Gestalten summten und sangen.  Allmählich immer fröhlicher und lauter werdend, stimmte der Chor ein  sonderbares Liedlein an:‎"Wir Elfen hüten mit den Zwergen die Wassertröpfchen in den Bergen. Der Tau, der an den Blüten hängt, der Regen, den der Himmel schenkt, vereinen  sich an dieser Stelle zur silberhellen kühlen Quelle.Juchei, Juche "! Ihr Tröpflein werdet Spree !"‎Von seinem Lager aufspringend wiederholte der zwergenhafte Waldgeist jenen letzten Satz und kicherte dazu. Die Elfen erschraken gar sehr, verstummten und waren plötzlich allesamt spurlos verschwunden. Gerbod wartet noch lange auf die Wiederkehr der lieblichen Elfenkinder. Doch vergeblich. Sie kamen nicht zurück. Wütend schleuderte er da seinen Wurfspieß hangabwärts in südwestliche Richtung, dahin, wo er die reizenden kleinen Wesen entwischt glaubte.

      Jedoch hatte der Zwerg mit diesem leichtsinnigen Wurf den Zorn des Bergherren  herausgefordert. Der kleine Waldgeist wurde bestraft. An der Stelle, wo  sich die Spitze seines Spießes tief in die Erde bohrte, sprang hellauf  ein Quell empor. Als Gerbod nun seinem Speer nacheilen wollte, waren ihm plötzlich die Füße fest in den Boden geheftet und er versteinerte zu  einem schwarz grauen Felsblock unmittelbar neben der Spreequelle.‎


    Der Riese Sprejnik

     Dort, wo sich im südlichen Grenzgebiete des Lausitzer Landes hohe, waldreiche Berge erhoben, wohnte einst der Riese Sprejnik. Unermessliche Kräfte  füllten seine Glieder; er riss Bäume aus und vermochte mächtige Steine  zu heben. Ein weitverzweigtes Volk war ihm untertan, das treu und  ergeben an ihm hing.

     

    Eines  Tages kam das Volk zusammen, und es sprach zu ihm: „Riese Sprejnik, es  ist unser Wille, hier im Lande zu bleiben und nicht mit der Sonne weiter nach Westen zu ziehen. Du wirst uns auch fernerhin schützen; wir wissen es. Doch wenn du in einem Tale zwischen den Hängen liegst, oder wenn du in die Felsen gehst, dann kannst du nicht sehen, was hier und was dort  in deinem Lande geschieht. Ist es dir dann noch möglich, uns zu behüten? – In festen Orten, die du uns bauen könntest, wären wir geschützt! Mit  einer Schusswaffe die andere fürchten, würdest du uns schirmen!“

     Der Riese legte nun in der Mitte des Landes einen festen Ort an; er nannte  ihn Budissin, sein Land aber nannte er Budissiner Land. An den Grenzen  des Landes errichtete er, wo es ihm dienlich schien, noch andere feste  Plätze, um sein Volk schützen zu können.

     Hierauf baute er sich eine Armbrust, um das Volk damit zu schirmen. Da sie nun  fertig war, wollte er feststellen, wie weit seine Waffe die Pfeile über  Flur und Wald schicke. Er schoss von des Landes Mitte aus einige Pfeile  nach Süden in die Berge; sie schwirrten blitzschnell davon. Seine Leute  machten sich also auf, die Pfeile zu suchen und wieder zurückzubringen.  Die Pfeile wurden gefunden; aber sie staken so tief und so fest in der  Erde, dass sie nicht herauszuziehen waren. Da mussten die Leute Hacken  nehmen, um die Pfeile sorgsam herauszuarbeiten.

    Als dies geschehen war, quoll an den aufgehackten Stellen ein starkes,  lebenssprühendes Wasser hervor. Das Wasser eilte blitzend hell zu Tal  und floss weit, immer dunkler werdend, durch das Land. Nach dem Riesen  Sprejnik nannten es die Leute Spree. – Noch heute fließt die Spree durch unsere reiche Heimat; Blüte und Stein, Baum und Berg, Dorf und Stadt  spiegeln sich tief in ihrem kühlen Wasser.

    Spreeradweg

    Länge: 410 km Gesamt

    Routenverlauf: Ebersbach-Neugersdorf - Bautzen - Spremberg -Burg (Spreewald) - Alt Schadow - Fürstenwalde -Köpenick/Berlin

    Weitere Infos: www.spreeradweg.de

    Teilstück Spreeradweg für die Oberlausitz